Unser Agri-PV-Pilotprojekt auf dem TEAG-Campus
Auf dem TEAG-Campus im Erfurter Norden wurde in den letzten Wochen ein wichtiges Zukunftsthema sichtbar: Aktuell errichten wir eine eigene Agri-PV-Testanlage, welche die landwirtschaftliche Nutzung und die Solarstrom-Erzeugung auf einer Fläche verbindet. Quasi direkt vor unserer Haustür.
Die Idee ist einfach und zugleich richtungsweisend. Die bisherige landwirtschaftliche Nutzung dieser Fläche bleibt bestehen und wird um eine zusätzliche Form der Wertschöpfung ergänzt. Vor dem Hintergrund wachsender Flächenkonkurrenz und steigender Anforderungen an Landwirtschaft und Umwelt verstehen wir Agri-PV als integrierten Lösungsansatz, der auch bei uns im Portfolio zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Für unser Pilotprojekt setzen wir bewusst auf drei unterschiedliche Systeme im direkten Vergleich:
Hochaufgeständertes System (84 kWp)
Nachgeführtes Trackersystem (174,6 kWp)
Vertikales Zaunsystem (39,5 kWp)
Die landwirtschaftliche Nutzung soll integraler Bestandteil bleiben. Der Marienhof in Erfurt, ein regional verwurzelter Betrieb mit Schwerpunkt auf der Tierhaltung, wird die Flächen auf unterschiedliche Weise bewirtschaften:
- Unter dem hochaufgeständerten System ist der Anbau von Beerenobst als Dauerkultur geplant. Perspektivisch wird auch ein Bewässerungssystem ergänzt.
- Die Flächen im Bereich des Tracker- und des vertikalen Systems werden für die Futtermittelproduktion des Hofes genutzt.
Die Abstände der Modulreihen wurden auf die Maschinen und Fahrzeuge des Hofes abgestimmt. So entsteht eine lokale Wertschöpfung mit kurzen Wegen.
Der erzeugte Strom wird direkt auf den TEAG-Campus geleitet und versorgt sowohl die E-Ladeinfrastruktur als auch die Gebäude vor Ort.