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TEAG Solar

Photovoltaik

Agri-PV - Landwirtschaft und Solarenergie gemeinsam denken

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Agri-Photovoltaik verbindet die landwirtschaftliche Nutzung mit der Erzeugung von Solarstrom auf derselben Fläche. Die technischen Anlagen werden so integriert, dass Ackerbau, Grünlandbewirtschaftung oder Tierhaltung weiterhin möglich bleiben. 

Gerade vor dem Hintergrund steigender klimatischer und wirtschaftlicher Anforderungen bietet Agri-PV vielen Höfen eine zukunftsfähige Lösung: Flächen werden effizient genutzt, Erträge stabilisiert und zusätzliche Einnahmequellen geschaffen, ohne die  landwirtschaftliche Nutzfläche dauerhaft zu verlieren.

Was bedeutet Agri-PV konkret?

Agri-PV bezeichnet Photovoltaikanlagen, die über oder zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen errichtet werden. Entscheidend ist der dauerhafte Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzung.

Entsprechend der geltenden Vorgaben (u. a. DIN SPEC 91434) bleibt der PV-Anteil auf der Fläche begrenzt und förderfähig. Im Unterschied zu klassischen Freiflächenanlagen steht bei Agri-PV nicht der Flächenersatz, sondern die intelligente Doppelnutzung im Mittelpunkt.

Vorteile für Landwirtschaft, Kommune und Umwelt

Die kombinierte Nutzung von Agrarflächen bietet klare wirtschaftliche, kommunale und ökologische Vorteile. Die Rahmenbedingungen sind etabliert, die Technik praxiserprobt.

Für landwirtschaftliche Betriebe

  • Zusätzliche, ernteunabhängige Einnahmen über 20 bis 30 Jahre
  • Landwirtschaftliche Nutzung bleibt vollständig erhalten
  • Steuerliche Privilegierungen und Agrarförderung bleiben bestehen
  • Landwirt als aktiver Bewirtschafter und Flächenpfleger

Für Kommunen

  • Gewerbesteuereinnahmen und regionale Wertschöpfung vor Ort
  • Beteiligungsmöglichkeiten nach § 6 EEG
  • In der Regel schnellere Realisierung als z. B. Windenergieprojekte

Für Umwelt und Klima

  • Förderung der Biodiversität möglich
  • Reduzierte Bodenerosion
  • Höhere Resilienz gegenüber Starkregen und Hitze

Aktuelle technische Systeme im Überblick

Agri-PV bietet vielseitige Einsatzmöglichkeiten und lässt sich an die unterschiedlichsten landwirtschaftlichen Nutzungen anpassen – etwa bei Sonder- und Dauerkulturen, im klassischen Ackerbau, auf Grünland oder in der Beweidung.

Welche Variante sinnvoll ist, hängt von der Flächenkulisse, der Topografie und den betrieblichen Zielen ab. Gerade diese Vielseitigkeit macht Agri-PV für viele landwirtschaftliche Betriebe attraktiv. Die gängigsten Lösungen sind:

Nachgeführte Tracker-Systeme

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Tracker-Systeme folgen dem Sonnenstand ein- oder zweiachsig. Dadurch lassen sich sowohl Stromertrag als auch Verschattung gezielt steuern. Die Module können so positioniert werden, dass Pflanzen und Böden gezielt beschattet oder freigegeben werden.

Gerade auf ebenen Acker- oder Grünlandflächen haben sich Tracker-Systeme als wirtschaftlich tragfähige Technik etabliert. Sie ermöglichen deutlich höhere Stromerträge und bieten gleichzeitig hohe Flexibilität in der landwirtschaftlichen Nutzung.

Vertikale Zaun-Systeme

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Vertikale Agri-PV-Systeme werden reihenweise wie Zäune aufgestellt, meist in Ost-West- oder Nord-Süd-Ausrichtung. Sie benötigen nur wenig Bodenfläche und lassen sich sehr gut mit Grünland, Beweidung oder Dauerkulturen kombinieren.

Ein besonderer Vorteil dieser Systeme liegt in der Stromerzeugung: Durch die Ost-West-Ausrichtung wird vor allem in den Morgen- und Abendstunden Strom produziert – also genau dann, wenn der Stromwert am Markt häufig besonders hoch ist.

Hochaufgeständerte Agri-PV-Systeme

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Bei hochaufgeständerten Systemen werden die PV-Module in Höhen von etwa vier bis sechs Metern installiert. Dadurch bleibt die landwirtschaftliche Nutzung unterhalb der Anlage nahezu uneingeschränkt möglich. Maschinen, Tiere und Bewirtschaftungskonzepte lassen sich gut integrieren.

Diese Bauweise eignet sich besonders für Sonderkulturen, Viehhaltung sowie Dauer- und Mischkulturen. Zusätzlich bieten die Module einen gewissen Schutz vor starker Sonneneinstrahlung, Starkregen oder Hagel.

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Einblick in unser Agri-PV-Pilotprojekt auf dem TEAG-Campus

Auf dem TEAG-Campus im Erfurter Norden wird in den kommenden Wochen ein wichtiges Zukunftsthema sichtbar: Das Team der TEAG Solar errichtet eine erste eigene Agri-PV-Testanlage, welche die landwirtschaftliche Nutzung und die Solarstrom-Erzeugung auf einer Fläche verbindet. Quasi direkt vor unserer Haustür.

Die Idee ist einfach und zugleich richtungsweisend. Die bisherige landwirtschaftliche Nutzung dieser Fläche bleibt bestehen und wird um eine zusätzliche Form der Wertschöpfung ergänzt. Vor dem Hintergrund wachsender Flächenkonkurrenz und steigender Anforderungen an Landwirtschaft und Umwelt verstehen wir Agri-PV als integrierten Lösungsansatz, der auch bei uns im Portfolio zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Unsere Projektziele

Im Mittelpunkt steht für uns der Praxistest. Wir wollen verstehen, worauf es bei Planung, Bau und Betrieb von Agri-PV-Anlagen tatsächlich ankommt. Dazu untersuchen wir, welche Technologien sich unter realen Bedingungen bewähren, wo besonders hohe Stromerträge erzielt werden können und wie sich Agri-PV sinnvoll in unterschiedliche landwirtschaftliche Nutzungen integrieren lässt.

Gleichzeitig soll die Anlage als Lern- und Erfahrungsplattform dienen. Sie ermöglicht es uns, Wissen systematisch aufzubauen, unterschiedliche Szenarien zu testen und die Erkenntnisse direkt in zukünftige Projekte zu überführen. Nicht zuletzt schaffen wir einen Ort, an dem Agri-PV für alle Interessierten greifbar wird.

Projektdesign

Für unser Pilotprojekt setzen wir bewusst auf drei unterschiedliche Systeme im direkten Vergleich: 

 Hochaufgeständertes System (84 kWp)

 Nachgeführtes Trackersystem (174,6 kWp)

 Vertikales Zaunsystem (39,5 kWp)

Die landwirtschaftliche Nutzung soll integraler Bestandteil bleiben. Der Marienhof in Erfurt, ein regional verwurzelter Betrieb mit Schwerpunkt auf der Tierhaltung, wird die Flächen auf unterschiedliche Weise bewirtschaften:

  • Unter dem hochaufgeständerten System ist der Anbau von Beerenobst als Dauerkultur geplant. Perspektivisch wird auch ein Bewässerungssystem ergänzt.
  • Die Flächen im Bereich des Tracker- und des vertikalen Systems werden für die Futtermittelproduktion des Hofes genutzt.

Die Abstände der Modulreihen wurden auf die Maschinen und Fahrzeuge des Hofes abgestimmt. So entsteht eine lokale Wertschöpfung mit kurzen Wegen.

Der erzeugte Strom wird direkt auf den TEAG-Campus geleitet und versorgt sowohl die E-Ladeinfrastruktur als auch die Gebäude vor Ort.

Projektstatus

Der Bau der rund 300 kWp-starken Anlage startet im Frühjahr 2026. Parallel wird der Netzanschluss umgesetzt. Ein Monitoring hilft, die verschiedenen Varianten künftig fundiert auswerten zu können. So entsteht Schritt für Schritt ein Standort, an dem erlebbar wird, wie Landwirtschaft und Energiewende zusammen funktionieren können.

ein technischer Bauplan der zeigt wie die Module auf der Fläche installiert werden sollen

Feld oder Wiese - ein Blick auf Chancen und Unterschiede

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Wie unterscheiden sich Agri-PV-Anlagen von herkömmlichen Freiflächen-Anlagen wirtschaftlich, ökologisch und rechtlich? Das Forschungszentrum Jülich untersucht diese Fragestellung und zeigt auf, in welchen Bereichen Investitionen besonders vielversprechend sein könnten.

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